VirGlob-SP


Do you want to participe in a Support Group, or to establish a discussion in
Arab, Chinese, Deutsch, English,
Espanol, Francais, Hebrew, Indonesian, Italiano, Japanese, Russian, Portugueese?

Then pls order a free Password.


mmmmmmmm
Guests'Harbour
Members' Island
Committee
Site Map


Nomination von Kandidierenden: Wie sollen in einer sozialdemokratischen Partei die Kandidierenden für Ämter nominiert werden? (Frage von Johann Danos, Lettland)

Demokratisch. Wie, das steht in den Statuten, welche die Mitglieder beschlossen haben. Ich empfehle folgendes Vorgehen: Der Vorstand lässt sich von den Mitgliedern jedes Jahr deren Interessen für interne und externe Ämter melden. Er behandelt diese Angaben selbstverständlich vertraulich. Ein Vorstandsmitglied ist verantwortlich für die rechtzeitige Personalplanung: Wer hat welche Kompetenzen und wird für welche zukünftige Aufgabe vorgesehen? Es braucht jedes Jahr relativ viele neue Leute: Meine Sektion hatte 150 Mitglieder, und wir mussten für interne Aufgaben etwa 30 Leute einsetzen und für externe Ämter (Stadtparlament, Kommissionen...) nochmals so viele nominieren. Der/die Personalverantwortliche diskutiert die fähigen Leute für ein Amt mit dem Vorstand. In diesem Kreis kann auch relativ offen über eher negative Seiten von Kandidierenden gesprochen werden, weil Personaldiskussionen vertraulich sind. Der Vorstand legt der Mitgliederversammlung dann einen Namen oder mehrere (gleichwertige) Vorschläge vor. Weitere Vorschläge können auch aus der Mitgliederversammlung kommen: Jedes Mitglied hat das Recht, sich selbst oder ein anderes Mitglied vorschlagen. Auch eine Gruppe von mehreren Mitgliedern hat das Vorschlagsrecht. Die Mitgliederversammlung nominiert.

Diesen demokratischen Ablauf empfehle ich für Nominationen auf allen Ebenen, insbesondere für lokale, nationale und europäische Parlamentswahlen.

Anmerkung: Für die meisten internen und externen Ämter muss man die Kandidierenden mühsam suchen. In der Regel ist der Vorstand froh, EINE valable Person vorschlagen zu können, und die Mitgliederversammlung wählt diese gerne. Spontane Nominationen aus der Mitgliederversammlung sind mit Recht die Ausnahme. Weil sie nicht sorgfältig vorbereitet werden können, kann es zu Fehlbesetzungen kommen.

© "25 Jahre Rolf Oberhänsli in der Sozialdemokratischen Partei"